Ein Atheist brachte das Argument, dass wenn es Gott unendlich lange zurück in die Vergangenheit gäbe, dieser Gott unendlich lange langeweilig gehabt hätte. Hinzu kommt, wenn Gott unendlich lange in die Zukunft sieht, der Gott es auch langweilig hat, weil er ja eh immer weiss, was passieren wird.
Irgendwie müssen wir weg kommen, von einem unendlichen Gott. Es muss einen Anfang gehabt haben. Deshalb steht in der Bibel auch "von Ewigkeit zu Ewigkeit" (Psalm 90,2). Es gibt also unterschiedliche Vorstellungen von "ewig". Ein ewiger Gott, gibt es also nicht schon unendlich lange. Ewig bedeutet einfach, dass es unvorstellbar lange ist. Und ehrlich gesagt, wenn ein Gott diese Welt geschaffen hat, dann muss er ziemlich lange daran gearbeitet haben. Geduld ist eine Tugend!
Wir sehen auch, dass Gott sich extrem Zeit lässt. Er lässt sich so viel Zeit, dass Spötter kommen und sagen: "Wo ist dein Gott?". Sie denken, Gott würde nicht mehr kommen. Er würde nicht mehr eingreifen. Es wäre ihm nicht wichtig genug.
Unser Gott verliert bestimmt nicht die Nerven. Er hat alle Zeit der Welt. Seit 2000 Jahren ist Jesus noch nicht zurück gekommen! Es ist eine Ewigkeit. Und im Krieg, wartet man auf den entscheidenden Moment.
Ein Gott, den es unendlich lange schon gegeben hat, könnte uns gar nicht verstehen. Wir wären ein Rätsel für ihn. Er hätte nichts gemeinsam mit uns. Dabei ist es so wichtig, dass wir verstanden werden. Dies gibt Mitgefühl. Ohne Verständnis, fehlt Gott also die Liebe. Bewusstsein versteht sich am besten mit anderem Bewusstsein. Deshalb gehen wir besser von einem Gott aus, der zwar Alt ist, aber nicht unendlich Alt. Und das Spannende: Gott ist immer für eine Überraschung parat. Die Geschichte von Gott, wäre so eine Überraschung. Wie ist eigentlich Gottes Geschichte? Wie können wir besser Gott verstehen? Davon schreibt auch die Bibel.